Medien | Bildungs | Management

Beratung + Strategie

Die Ausmaße des digitalen Wandels stellen einen Paradigmenwechsel dar, dessen Folgen nur schwer zu fassen sind. Eines ist aber klar, die Förderung von Medienkompetenz ist wichtiger denn je:

1/4 | Entwicklung

In der tiefgreifend mediatisierten Gesellschaft, in der sich Medien in nahezu alle Lebensbereiche einschreiben, ist Medienkompetenz zugleich Schlüssel- und Querschnittskompetenz, deren Förderung nur multiprofessionell und kooperativ gelingen kann.

2/4 | Mediatisierte Gesellschaft

Medien beeinflussen Persönlichkeitsentwicklung, Kommunikation & gesellschaftliche Konstitution. Wohl entscheidender ist inzwischen aber, wie sich diese Prozesse in den Medien selbst vollziehen.

3/4 | (Re)Definition

Der digitale Wandel verändert nicht nur Schutz & Aufklärung im Zusammenhang mit Medien. Die kompetente Begleitung & Befähigung im digitalen Alltag erhalten zentrale Bedeutung. Und Medienkompetenz ist umso mehr Grundstein für Emanzipation & Beteiligung als Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und politisches Engagement.


4/4 | Kooperation & Profilierung

Zeitgemäße Pädagogik ohne Medienbildung ist undenkbar. Durch eine strategische Aufgabenteilung und die strukturelle Verankerung entlang institutioneller Stärken lässt sich Medienbildung komplementär gestalten. Den Ausgangspunkt bildet dabei immer das Individuum in seiner medialen Umwelt.

Medienbildung ist nicht optional - nirgends

Medienbildung | Schritt für Schritt

1. Analyse + Zielklärung

Ein umfassendes Bild von der Ausgangssituation ist die notwendige Grundlage einer jeden Strategie.

Dies gilt in besonderer Weise in medienbildnerischen Zusammenhängen. Denn oftmals dominieren lediglich einzelne – besonders auffällige oder umstrittene – Medienmerkmale die öffentliche Diskussion. Die wirklich relevanten Aspekte werden aber oft erst dann sichtbar, wenn die komplexen Verstrickungen von Nutzer*innen, Umwelt und Anwendungsmotiven Berücksichtigung finden.

Auf dieser Grundlage gilt es, auch die Bedingungen und Absichten bildnerischer Maßnahmen immer wieder kritisch zu hinterfragen.

2. Systematisierung + Modellierung

Die gleichen Begriffe zu verwenden, heißt nicht, auch tatsächlich das Gleiche zu meinen.

Medienbildung ist geprägt von einer Vielzahl – sich teilweise überlagernder – Bezugssysteme und Ausrichtungen. Oftmals treffen hierbei Fachkräfte unterschiedlicher Professionen aufeinander und haben die Aufgabe, in einem kooperativen Prozess ein gemeinsames Ziel zu erreichen.

Die systematische Verständigung darauf, in welchem der möglichen Kontexte sich ein medienbildnerisches Vorhaben verortet und woran sich dessen Erfolg bemisst, wird zur notwendigen Vorarbeit für das effiziente Zusammenwirken.

3. Strategie + Koordination

Alle Ebenen im Blick.

Neben dem unmittelbaren, operativen Feld der Zielgruppen haben Medienbildungsstrategien auch die mittelbaren Strukturen zu berücksichtigen, welche die Umsetzung der geplanten Maßnahmen verantworten. Lang- bzw. längerfristige Strategien beziehen zudem (bildungs-)organisatorische Ebenen ein, welche die Qualifizierung und Lenkung der ausführenden Fachkräfte sichern.

Der koordinierende Austausch aller Beteiligten untereinander sowie ein kontinuierlicher Abgleich mit den strategischen Zielen sorgen dafür, einen solchen Prozess konstruktiv zu gestalten.

4. Maßnahmen

Je kontrollierbarer das Umfeld ist, desto präziser und zielgerichteter lassen sich medienbildnerische Maßnahmen einzusetzen. Darin kann und darf sich Medienbildung allerdings nicht erschöpfen.

Bieten Vielfalt wie auch wachsende Zahl medienbildnerischer Formate Lösungen für die unterschiedlichsten Anliegen und Einsatzfelder, gewinnt die Gestaltung der Rahmenbedingungen in dem Maße an Bedeutung, wie die Ausgangssituation von Offenheit sowie Freiwilligkeit und Eigensinn der Zielgruppen geprägt ist.

Dies schließt auch die durchführenden medienbildnerischen Fachkräfte ein.

Themen

Ein tiefgreifendes Verständnis für mediale Entwicklungen und die digitalen Alltagswelten Heranwachsender ist das Fundament allen medienpädagogischen Denkens und Handelns. Orientierung, Emanzipation und Partizipation ihrer Adressat*innen bilden dabei seit jeher den gesellschaftspolitischen Kernauftrag.

Medienpädagogische Medienbildung

Für eine Medienpädagogik, die einem ganzheitlichen Ansatz folgt – dabei aber ihre Adressat*innen radikal in den Mittelpunkt stellt.

Kooperative Medienbildung

Für eine Medienpädagogik, die nicht in Ressorts oder Säulen denkt, sondern institutionsübergreifende Strukturen und Strategien entwickelt.

Alltagsorientierte Medienbildung

Für eine Medienpädagogik, die nicht den nächsten „Leuchtturm“ baut, sondern neue Konzepte entwickelt, mit denen sich Heranwachsende in ihrem digitalen Alltag begleiten und stärken lassen.

  • Medienpädagogik & Mediensozialisation

  • Jugendmedienschutz & Elternarbeit

  • Hate & Fake in hybriden Räumen

  • Datenschutz & digitales Kapital

  • Medienpädagogische Profilierung

  • Alltagsorientierte Begleitung

  • Medienprojektarbeit

  • Politische Medienbildung

5. Beteiligung

Mehr noch als in anderen Bereichen gilt bei der Medienbildung: Ohne Beteiligung geht es nicht!

Sei es aus Gründen, dass es sich bei Medien meist um hoch individualisierte Fragmente des persönlichen Nahbereichs handelt oder dass insbesondere medienbildnerische Maßnahmen von einer Vielzahl innerer und äußerer Faktoren der Zielgruppen beeinflusst sind.

Die für den Nutzen – und letztlich Erfolg – notwendige Passung beruht stets auf konkreten Kenntnissen, welche am ehesten durch eine starke Beteiligung der Zielgruppen eingebracht werden.

6. Evaluation

Monitoring und Auswertung sollten als Steuerungswerkzeuge verstanden werden – und nicht nur dem Nachweis einer effizienten Mittelverwendung dienen!

In den meisten Fällen wird die Umsetzung medienbildnerischer Strategien durch Fördermittel oder Bezuschussung aus öffentlichen Quellen finanziert. Die Unterscheidung von Förder*innen und Empfänger*innen führt dabei nicht selten zu einer Überbetonung von Verwendungsnachweisen, die den bezahlten Aufwand rechtfertigen müssen.

Das steuernde Potential von Evaluation spielt aber die wichtigere Rolle.